Geben Sie Betrügern beim Online-Banking keine Chance!
Vorsicht Falle! Aktuell häufen sich die Versuche
von Betrügern, an vertrauliche Konto-Zugangsdaten
von Sparkassenkunden heranzukommen. Geben Sie auf keinen
Fall Ihre PIN und TAN heraus! Auch wenn Sie von scheinbar
seriöser Stelle dazu aufgefordert werden.
Mit Online-Banking erledigen Sie Ihre Bankgeschäfte
schnell und komfortabel. Damit die Transaktionen auch
sicher durchgeführt werden, setzen die Sparkassen
ein System ein, das auf höchstem Sicherheitsniveau
arbeitet.
Beim Online-Banking ist es jedoch wie im Straßenverkehr.
So sicher Ihr Auto auch sein mag, Sie müssen sich
anschnallen, Ihre Fahrweise den Verkehrsverhältnissen
anpassen und Ihr Auto gut in Schuss halten. Schon mit
wenigen Maßnahmen können Sie Langfingern
den digitalen Zugriff auf Ihr Konto erheblich erschweren.
Lesen Sie deshalb bitte die folgenden Sicherheitshinweise
sorgfältig durch.
Datenspione sind unterwegs
Immer häufiger richten Betrüger ihren Fokus
auf Online-Banking. Dabei ist das Ziel der Betrüger,
in den Besitz Ihrer vertraulichen Zugangsdaten wie
Kontonummer, PIN und TAN zu gelangen. Die häufigsten
Betrugsversuche sind derzeit „Phishing", „Pharming" und „Trojaner". Was sich dahinter verbirgt, sei hier
kurz erklärt.
Was ist Phishing?
Beim Phishing werden meist E-Mails verschickt, in
denen Online-Banking-Nutzer über einen Link auf
täuschend echte Kopien der Online-Banking-Webseiten
ihrer Sparkasse gelockt werden. Dort sollen persönliche
Zugangsdaten wie Kontonummer, PIN und TAN eingegeben
werden. Ein solcher Versuch, sich Daten zu erschleichen,
wird mit dem aus „Password" und „Fishing" gebildeten
Kunstwort „Phishing" bezeichnet.
Was ist Pharming?
Als Pharming wird bezeichnet, wenn ein auf Ihrem PC eingeschleuster Trojaner Ihren Internetbrowser so verändert, daß selbst bei korrekter Eingabe der Internetadresse Ihrer Bank eine gefälschte Seite erscheint.
Schützen Sie Ihren Computer mit einem aktuellen Virenscanner und einer Firewall.
Was ist Vishing?
Diese Abkürzung steht für "Voice Phishing" oder "Phishing via VoIP“. Beim „Vishing“ treten die Betrüger per Telefon oder Sprachcomputer mit den Betroffenen in Kontakt und versuchen über diese Kommunikationsweg an sensible Daten wie Onlinebanking-Zugangsdaten, EC-Karten-PIN, Kreditkartendaten, o. ä. zu gelangen.
Was ist ein Trojaner?
Trojaner sind Spionageprogramme, die - ähnlich
einem Virus - einen PC infizieren können. Dies erfolgt häufig über Anhänge
in E-Mails. Trojaner können unbemerkt
Ihre Zugangsdaten ausspähen und an die kriminellen
Absender weiterleiten.
Häufig täuschen Trojaner vor, nützlich oder unterhaltend zu sein (z. B. Bildschirmschoner oder elektronische Postkarten). In letzter Zeit häufen sich gefälschte E-Mails, die angebliche hohe Rechnungen oder Bestellbestätigungen bekannter Firmen, Institutionen oder Online-Shops enthalten. Der Empfänger soll dazu bewegt werden, den Dateianhang zu öffnen, in dem sich dann das Schadprogramm/Trojaner befindet. Bekannte Beispiele sind hier falsche T-Com, GEZ und 1&1 Rechungen.
Haben Sie eine solche E-Mail geöffnet, überprüfen Sie unbedingt Ihren PC mit einem aktuellen Virenscanner, bevor Sie sich im Internet auf geschützten Seiten (Onlinebanking, ebay, E-Mail-Account) anmelden.
Werden Sie Datenschützer!
Wenn Sie eine E-Mail mit entsprechendem Inhalt erhalten, ignorieren Sie diese Aufforderung und leiten Sie diese an Ihre Sparkasse weiter.
Auf keinen Fall sollten Sie bei E-Mails mit zweifelhafter Herkunft mitgesandte Links oder Dateianhänge anklicken.
Ist das Schloss verschlossen?
Die Online-Banking-Seiten Ihrer Sparkasse sind immer
SSL-verschlüsselt. Dieses Verschlüsselungskonzept
stellt sicher, dass die Daten während der Übertragung
nicht mitgelesen oder verändert werden können.
Fehlt das Schloss-Symbol in der Statusleiste, ist die
Sicherheit nicht gewährleistet. Die Verschlüsselung
erkennen Sie auch an der Bezeichnung https://. Am Beginn
der aufgerufenen Adresse weist das „s" in
der Erweiterung des „http" darauf hin, dass
eine gesicherte Datenübertragung stattfindet.
Sollte Ihr Browser bei einem Verbindungsaufbau mit
dem Online-Banking-Server in einer Warnmeldung darauf
hinweisen, dass ein Zertifikat nicht erfolgreich überprüft
werden konnte, wählen Sie unbedingt „Abbrechen",
denn ein sicherer Verbindungsaufbau ist in diesem Fall
nicht gewährleistet. Nehmen Sie bitte in diesem
Fall Kontakt mit Ihrer Sparkasse auf.
Sind Sie an der richtigen Adresse?
Starten Sie Ihr Online-Banking ausschließlich
in einem neu gestarteten Browser durch die Eingabe
der Internet-Adresse (URL) Ihrer Sparkasse. Achten
Sie darauf, dass Sie nur ein Browser-Fenster geöffnet
haben.
Vergleichen Sie stets die in der Adressleiste des
Browsers angezeigte Adresse mit den Adressen, die Ihnen
Ihre Sparkasse als gültige Startadressen des Online-Banking
/ Online-Brokerage mitgeteilt hat.
Überprüfen Sie das Zertifikat zur Verschlüsselung
bei jedem Aufruf des Online-Bankings. Damit wird gewährleistet,
dass Sie auch tatsächlich mit Ihrer Sparkasse
kommunizieren. Durch einen Doppelklick auf das Schlosssymbol
finden Sie Angaben zur Gültigkeit, zur Zertifizierungsstelle,
zum Fingerabdruck und zum Zertifizierungspfad. Vergleichen
Sie diese Daten mit den Angaben, die Sie von Ihrer
Sparkasse erhalten.
Den richtigen Ausgang finden
Nutzen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit immer die Funktion „Abmelden",
um Ihre Verbindung zum Online-Banking zu beenden. Erst
mit dem Aufruf dieser Funktion wird Ihre Verbindung
zum Rechner ordnungsgemäß getrennt.
Löschen Sie grundsätzlich am Schluss Ihrer
Sitzung den Zwischenspeicher (Cache) des verwendeten
Internet-Browsers (Beispiel beim Internet Explorer:
Extras > Internetoptionen > Temporäre Internetdateien).
Schließen Sie auch den Browser. Dies ist besonders
wichtig, wenn Sie einen Rechner benutzen, zu dem mehrere
Personen Zugang haben.
Was können Sie tun, falls Sie eine Phishing-Mail beantwortet haben?
Möglichst schnell Ihren Onlinezugang sperren – entweder über Ihre Bank/Sparkasse oder selbst durch bewusste Falscheingabe einer PIN (zu Ihrer Sicherheit mindestens 6 x wiederholen, bis der Hinweis "Aufheben Konto-Sperre nur durch Bankmitarbeiter möglich" erscheint). Danach schnellstmögliche Kontaktaufnahme mit Ihrem Kundenbetreuer und genaue Prüfung aller Umsätze. Wir empfehlen zusätzlich die Überprüfung Ihres PC mit Hilfe eines aktuellen Virenscanners.
Der Kurier des Phishers
Finanzagenten helfen Kriminellen
Derzeit werden massenhaft E-Mails verschickt, die dem Empfänger einen vermeintlich lukrativen Nebenjob versprechen. Sie sollen ihr deutsches Konto für den Transfer von Geldern zur Verfügung stellen. Nimmt der Leser dieses fragwürdige Angebot an, droht eine Menge Ärger, denn er leistet Beihilfe zur Geldwäsche. Auf Internetseiten und per E-Mail werben unseriöse Anbieter gezielt Inhaber von Bankkonten in der Bundesrepublik Deutschland an. Die Täter suchen so genannte „Finanzagenten“.
Was macht ein Finanzagent?
Der Finanzagent ist ein Strohmann, der über einen E-Mail-Zugang und ein Konto in Deutschland verfügen muss. Die Tätigkeit eines Finanzagenten besteht darin, über sein Bankkonto Zahlungen entgegen zu nehmen. Nach Abzug der versprochenen Provision leitet er diese Zahlungen möglichst umgehend per Bargeldversand an eine im Ausland befindliche Person weiter.
Woher stammt das Geld?
Betrüger erbeuten über im Internet ausgespähte PIN- und TAN-Nummern Geld von Online-Banking-Kunden. Die auf das Konto des Finanzagenten überwiesenen Gelder stammen also von Dritten, die Opfer krimineller, betrügerischer Handlungen geworden sind.
Wozu dient dieser Umweg?
Die Einschaltung eines Geldboten, des Finanzagenten, dient der massenhaften Geldwäsche. Der Finanzagent erfüllt demnach lediglich den Zweck, die illegal erlangten Gelder schnell an die Täter im Ausland zu überweisen und die Transferwege zu verwischen.
Die juristischen Konsequenzen
Neben einer zivilrechtlichen Inanspruchnahme droht dem Finanzagenten insbesondere die Gefahr, wegen Geldwäsche und unerlaubten Erbringens von Finanzdienstleistungen strafrechtlich belangt zu werden. Ein weiteres Problem sind die Betrüger selbst. Wer sich auf solche Angebote einlässt, bewegt sich in Kreisen des organisierten Verbrechens. Bei Unregelmäßigkeiten und zu langsamen Überweisungen können diese Leute sehr unangenehm werden.
Gehen Sie keinesfalls auf solche Angebote ein! Sie machen sich strafbar.
Weitere Infos finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. |